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Präsident Kazuyuki Yamamoto, Hitachi High-Technologies Europe, zur Marktoffensive in Europa

Vision goes Reality

Kazuyuki Yamamoto
Kazuyuki Yamamoto
Bestückung hochkomplexer Produkte mit Hitachi Sigma Maschinen
Bestückung hochkomplexer Produkte mit Hitachi Sigma Maschinen
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Hitachi High-Technologies, als Mitglied der Hitachi Gruppe, bietet im Bereich SMT- und Bonder-Technologien fortschrittliche Automatisierungslösungen, die mit minimierten Taktzeiten Produkte in hoher Qualität und dennoch verringerten Kosten fertigen. Unter dem Motto, wir machen Visionen real, werden fortschrittliche Spitzentechnologien sowie zukunftsorientierte Innovationen zum Wohl der Elektronikproduktion entwickelt. Dennoch ist Hitachi High-Technologies ein Unternehmen in der europäischen SMT-Welt, dessen Namen relativ unbekannt ist. Und dies soll sich jetzt ändern, so im Gespräch mit Kazuyuki Yamamoto herauszuhören.

Herr Yamamoto, vielleicht können Sie uns zur Einführung ein paar Meilensteine in der Geschichte von Hitachi High-Technologies nennen?

Angefangen hat es im Jahr 1947, als das Unternehmen unter dem Namen Nissei Sangyo Handelspartner für fortschrittliche Technologien der Hitachi Gruppe wurde. Im Oktober 2001 war der eigentliche Startschuss für unser heutiges Unternehmen. Der Name wurde auf Hitachi High-Technologies geändert und die Integration der Instrument Group und Semiconductor Manufacturing Equipment Group von Hitachi vollzogen. Im April 2003 und März 2004 folgten der Kauf von Sanyo High Technology sowie Hitachi Electronics Engineering. Durch diesen Einstieg begann das Zeitalter der modularen Bestückung für das Unternehmen in Krefeld. Gleichzeitig kann man als schlagkräftiges Unternehmen im Bereich Elektronik Equipment die komplette Lösung vom Bestück- bis hin zum Semiconductorbereich anbieten. Der Kauf von Renesas Eastern Japan Semiconductor folgte dann im April letzten Jahres, der zur Komplettierung des Produktportfolios in diesem Bereich beitrug. Unser Sitz in Krefeld wurde 2002 eröffnet und die Offices von Ratingen und Düsseldorf zusammengelegt. Heute arbeiten ca. 70 Mitarbeiter inklusive Homeoffices in Krefeld, Hitachi High-Technologies hat weltweit ca. 10.000, die Hitachi Gruppe, deren Teil wir sind, weit über 400.000 Mitarbeiter, nur um Ihnen die Dimensionen zu verdeutlichen.

Betätigt sich die Hitachi High-Technologies dann nur im SMT-Bereich?

Nein, denn das Unternehmen ist in sehr vielen Gebieten aktiv. Die Hauptbereiche sind Electronic Device System, Life Sciences, sowie Information Systems & Electronic Components, worunter sich übrigens der Bereich automatisierte Bestückungssysteme befindet. Doch wollen wir es nicht dabei belassen, und weitere Möglichkeiten in anderen Geschäftsbereichen der Technikwelt finden. Und mit unseren motivierten Mit- arbeitern können wir auf ein hohes Maß an Fach- und Servicekompetenz aufbauen. Insofern sind wir in der Lage, mit der sich ständig wandelnden Welt der SMT-Technologie ohne weiteres Schritt zu halten.

Und nun wollen Sie den deutschen Markt erobern. Gibt es hierfür einen Grund?

Wir fokussieren uns stark auf Wachstumsbereiche der Automotive- oder Medizinbranche. Insofern ist es für uns wichtig, deren Keyplayer mit unseren Produkten zu erreichen. Und diese sitzen hauptsächlich in Deutschland.

Wie wollen Sie den europäischen, speziell den deutschen, Markt für Ihre Produkte begeistern?

Mit der modularen Serie GXH-1 Bestückautomaten haben wir bereits im Jahr 2004 begonnen, uns aktiv in der SMT-Branche zu bewegen. Insofern können wir ein jahrelanges Know-how in diesem Bereich vorweisen. Bei der Entwicklung der Maschinen sind wir ständig mit unserem Ohr am Kunden, um deren Wünsche und Anforderungen zeitnah zu entwickeln und realisieren. Stets unserem Motto folgend, dass auch Visionen in Realität umgewandelt werden können. Wir machen dies und folgen immer mit dem Gedanken daran, dass der Kunde noch besser, schneller und effektiver mit seinem Equipment produzieren kann. Ein Beweis ist unsere modulare Sigma-Bestückautomatenserie, die mit hoher Produktivität auch anspuchsvolle Produkte mit höchsten qualitativen Ergebnissen fertigt. Unsere Technologien kommen nicht von ungefähr, sondern vom Know-how unserer Mitarbeiter. Unser Maßstab ist das Besondere mit Anspruch auf Spitzenleistungen, was sich in unseren Maschinen widerspiegelt. Auch werden wir den Verkauf und Service in ganz Europa durch Partner abdecken und je nach Land maßgeschneiderte Vertriebs- und Servicekonzepte aufsetzen. Sowohl in Krefeld als auch vor Ort gibt es innovative Trainingsprogramme für unsere eigenen Mitarbeiter, den Distributoren und selbstverständlich auch für unsere Kunden. Als besonderer Vorteil wäre hier zu erwähnen, dass sich in Krefeld ein „Factory"-Ingenieur aus Japan befindet, der als Bindeglied zwischen Kundenanfragen und dem Ingenieursteam in Japan fungiert. Auch wird das Verkaufsteam noch in diesem Jahr vergrößert und wir verstärken unsere Marketingaktivitäten durch Newsletter, Messen, Anzeigen oder White Papers. Unser Ersatzteillager wurde auf über 1.000 verschiedene Teile erweitert, um damit alle im Feld befindlichen Maschinen inklusive unserer älteren Modelle der Turret-Serie optimal zu unterstützen. Ab Oktober wird beispielsweise unser neuer Mitarbeiter Herr Spahn den deutschsprachigen Bereich im Vertrieb abdecken.

Gibt es Neuerungen bei den Maschinen?

Alle Maschinen sind mit Features und Optionen ausgestattet, um die Baugruppeninspektion, den Zweispurtransport oder auch einen schnellen Produktwechsel zu unterstützen. Mit hoher Genauigkeit und einer langen Lebenszeit sind die Systeme sehr flexibel und benötigen keinen oder sehr geringen Wartungsaufwand. Der hohe Durchsatz resultiert aus den minimalen Produktwechselzeiten, teilweise sind die Systeme voll automatisiert. Unsere modularen Bestückautomaten vereinen die Fähigkeit des Waferbondings mit der Chipbestückung. Die 3D-Inspektion während des Bestückprozess entspricht dem hohen Qualitätsanspruch. Die Prozessfähigkeitindizes unserer Systeme liegen im Six Sigma Bereich und stehen ständig auf dem Prüfstand. Der Markt der modularen Bestücker wächst weiter und es werden mehr Optionen in der Maschine erforderlich, wie der Flussmittelauftrag, verbesserte Optik, höhere Genauigkeit und Geschwindigkeit, an deren Realisierung wir arbeiten. So können wir unser Flagschiff Sigma-G5 in unterschiedlichen Konfigurationen anbieten. Das Doppelspursystem des Bestückautomaten ermöglicht ein unabhängiges Betreiben der Maschine mit verschiedenen Boardgrößen auch in XL-Format. Aber lassen Sie sich überraschen und schauen während der productronica in München vorbei. (dj)

productronica, A3.105

www.hht-eu.com

09.11.2011


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